But Don’t Vanish, 2018

Ein-Kanal-Videoinstallation, 10:28 Min., Sound und Text

Aufnahme und Videoschnitt: Barbara Karsch-Chaïeb (D)
Gedicht: Farnaz Fatemi (USA)
Sounddesign: Trevor Bumgarner (USA)
Artist in Residence, I-Park Foundation, East Haddam, CT, USA, 2018

Verschwinde nicht könnte eine mögliche Übersetzung von But Don’t Vanish sein und uns an die Vergänglichkeit unseres Daseins erinnern. Die ehemals wilde, romantische Vorstellung von Natur ist längst ins Wanken geraten, seit Jahrtausenden greift der Mensch in Natursysteme ein und zerstört diese. Andererseits sieht der Mensch Natur oftmals als nicht definierte, fremde Gefahr und erschafft Systeme, die kontrollierbar sind.

Evoziert durch zahlreiche Bilder sowie durch verschiedene Klänge des Wassers, verstärkt, verändet und neu interpretiert, stehen Langsamkeit, Schönheit und Stille unbekanntem Chaos und unbewußter Tiefe gegenüber. But Don’t Vanish ist der Titel des Gedichtes von Farnaz Fatemi, das im gleichnamigen Film in Satzfragmenten und einzelnen Worten über die Länge des Films nach und nach erscheint. Die Künstlerin Barbara Karsch-Chaïeb und die Dichterin Farnaz Fatemi sind sich in der I-Park Foundation (East Haddam, CT, USA) begegnet. Barbara hat Farnaz gefragt, ob sie sich vorstellen kann, ein paar Worte zum Thema Wasser zu schreiben. Die Worte Lost, Disappear und Appear sind Barbara am Wasser, am Eightmile River bei der Arbeit mit dem Fluss in den Sinn gekommen. Diese Worte hat sie Farnaz gegeben, die ihre eigenen Gedanken und Ideen in ein Gedicht verfasst und an Barbara zurück gegeben hat.

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