Zeitgenössische Installation Kunst im Raum

Nothing special

05.02. bis 30.03.2016
Galerie Kunstbezirk Gustav-Siegle Haus, Stuttgart

Spaced #2, Ölschiefergestein auf Japanpapier (40 cm breit, Länge 300 cm), Leinwand mit Ölschieferpigment, 200 x 240 cm, 15 Papierbahnen.

Spaced bedeutet soviel wie „mit regelmäßigen Abständen, mit Zwischenraum versehen“. Die von der Decke abgehängten Papierbahnen bilden durch die von der Künstlerin bestimmte Anordnung Zwischenräume, die wiederum einen bestimmten Raum definieren. Die Zwischenräume ermöglichen und bestimmen die Größe der gesamten Installation, die Größe der darunter liegenden Leinwand mit dem aufgestreuten Gesteinsmehl, sowie die Sicht, bzw. Nicht-Sicht auf die gegenüber-liegende Wand. Der Ort, an dem sich die Installation befindet, bestimmt ebenfalls die Anordnung der Papierbahnen, die Säulen im Raum, in der die Installation aufgebaut ist, geben ein Maß vor und grenzen die Arbeit auf die Fläche an diesem Platz ein.
Räume und Zwischenräume sind unter anderem philosophische Denkräume. Ohne Zwischenraum ist keine Raumbegrenzung und keine Raumerfahrung möglich.
Das verwendete Material ist Ölschiefergestein, das in einem transformierten Zustand als fein gemahlenes Pigment verwendet und verarbeitet wurde. Durch diesen Verwandlungsprozess und den folgenden Auftrag auf das leicht-luftige Papier hat sich die eigentliche Konsistenz des Gesteins vollständig verändert und ist nicht mehr als Stein wahrnehmbar. Die Abdrücke auf dem Papier, die beim Auftrag des flüssigen Materials und dem anschließenden Trocknen der Bahnen entstehen, erinnern an geologische Formationen und an Ursprungsformen aus der Entstehungsgeschichte des Ölschiefers, dem ein unendlich langer Zeitaspekt immanent ist. Das Papier hat sich beim Hängen, entsprechend ohne Zugriff von aussen, selbst in die Form gebracht in der es zu sehen ist.

Vorheriger Beitrag
fabelhaft 15.10. bis 11.12. 2016 Landshut
Menü