
Desertification 2024
Eine Gruppenausstellung Kunstverein Neuhausen
Eröffnung am 28. September 2024, zu sehen bis 17. November 2024.
»Desertifikation« ist ein Begriff aus der Ökologie, der den Prozess der Wüstenbildung beschreibt. Wüstenbildung oder Verwüstung wird zwar gelegentlich durch natürliche Faktoren verursacht, ist jedoch meist menschengemacht – bedingt durch den Klimawandel, Abholzung, Überweidung, Armut, politische Instabilität, Krieg, nicht nachhaltige Bewässerungsmethoden oder eine Kombination dieser Faktoren. Zusammen mit dem Anstieg des Meeresspiegels, Hitzewellen sowie der Zunahme von Überschwemmungen und Stürmen gehört Desertifikation zu den gravierendsten Veränderungen auf unserem Planeten. Diese Veränderungen gehen häufig mit einer globalen soziopolitischen Verrohung einher. Dennoch bieten diese drastischen Auswirkungen auch die Chance für ein solidarisches Umdenken und die Entstehung von Neuem. Wüsten auf der ganzen Welt, obwohl sie in ihrer Natur unterschiedlich sind, teilen bemerkenswerte soziale Merkmale: Sie sind Brachland, Lebensraum und dienen als ortsspezifische Grundlage für Simulationen zukünftiger Planetensiedlungen. Sie sind Orte der Krise, der künstlerischen Subversion, aber auch utopischer Gesellschaftsprojekte.
So sind Wüsten kulturell lebendige Orte, die weder Anfang noch Ende kennen.
Das Ausstellungsprojekt basiert auf dem Prinzip des Dialogs und untersucht das Phänomen der »Desertifikation« unter Einbeziehung ökologischer, ökonomischer und sozialpsychologischer Aspekte.
Mit Jan Nicola Angermann, Maan Barua, Lukas Bauer, Beate Baumgärtner, Stella Covi, Kosmas Phan Dinh, Jan Forray, Moe Thet Han, Leila Hekmatnia, Barbara Karsch-Chaïeb, Andreas Mayer-Brennenstuhl, Sadya Mizan, Ahmed Rasel, Benjamin Stäbler, Georg Winter, Tatyana Zambrano.
Photo Credits: Barbara Karsch-Chaïeb, Jan Nicola Angermann (Nr. 4, Nr. 6)
Werke von Barbara Karsch-Chaïeb:
Shelter, 2024, Skulptur aus Bambus und Hanfschnur vom Innen- zum Außenraum, Größe variabel. Im Raum mit einer Arbeit von Andreas Mayer-Brennenstuhl.
To go with the flow, Installation, Zeichnung auf Japanpapierbahnen, 2019, Größe und Anordnung variabel.
Bodam, 2024, Zeichnungen mit Erde, Gestein, Tusche, je 15 x 21 cm. Auf der Wandfläche von Folke Köbberling, 2022, Kunstverein Neuhausen.
Bildrechte VG Bild-Kunst Bonn, Barbara Karsch-Chaïeb

